Sie erinnern sich an die frühen James-Bond-Filme, die ihren Zusehern auf mitunter naive Weise eine damals modern-futuristische Welt vorgaukelten? Dazu gehörten Filmausstattungen, die per Knopfdruck den biederen Wohnsalon zur aufregenden Liegespielwiese mit psychedelischer Beleuchtung umbauten – um Eindruck zu schinden. Von dort aus hielt der Protagonist dann nonchalant Videokonferenzen mit dem fernen Vorgesetzten ab.
Etwas früher tauchten bereits verfilmte Angstszenarien über die Kontrolle des Privaten durch ein gesichtsloses maschinelles System auf. Als dann vor wenigen Jahren der Kühlschrank mit Scann- und automatischer Bestellfunktion vorgestellt wurde, wurde prompt das Bild des gläsernen Menschen in der Konsumationsfalle herauf beschworen. Durchsetzen konnte er sich jedenfalls nicht.
Beratung notwendig
Dabei kommt es bei Smart Living auf die individuell abgestimmte Dramaturgie in den eigenen vier Wänden an, die auf fein ausgeklügelte, unsichtbare Lösungen und Systemarchitekturen aufbaut. Der High-Tech-Einsatz sichert zeit- und energieeffizientes Wohnen, das neue Maß an Komfort ergibt sich für den Bewohner eher als Nebeneffekt.
Damit diese Wohn(t)räume aus Design und Technik wahr werden, bedarf es der Planung und Konzeption durch Fachleute. „Komfort und Wohnqualität sind für jeden etwas anderes, mit sehr unterschiedlichen Anspruchsgraden, die bei einer zusammengeführten Schaltung von Fernseher und Licht beginnen und sich bis zum vollautomatisierten Haus steigern. Allerdings kann man sich solche System nicht einfach vom Elektriker anbieten lassen.“, erzählt Stephen Löwenstein von den Wiener Beratung home comfort aus dem Praxisnähkästchen. Smart-Living-Anfänger könnten bei einer 130m² Familienwohnung jedenfalls mit rund 50.000 Euro schon schöne Lösungen ihr Eigen nennen, je nach High-Tech-Laune gibt es nach oben hin allerdings keine Euro-Grenze.
Home over IP & UPnP
Das technische Rückgrat eines Smart-Living-Konzepts ist die Zusammenführung von Elektro- und Multimediageräten und Haushaltstechnik mit Hilfe von so genannten Bussystemen, sei es per Kabel, Powerline oder Funk. Eine weitere Möglichkeit Multimedia-Komponenten einzubauen, ist die Einbindung über IP-Netze.
Damit sich im Eigenheim alles gut verträgt, dienen Protokolle wie Universal Plug & Play (UPnP) der herstellerübergreifenden Steuerung von Geräten und verbinden unterschiedliche Gewerke wie die Hausautomation, Sicherheitssysteme, Audio- oder Videosysteme und PC-Netzwerke. Sicherheitstechnisch wird mittlerweile autarken Systemen den Vorzug gegeben, wie Heribert Pany von Mediamagic in seinem Showroom am Wiener Opernring anhand von zahlreichen Beispielen zum Anfassen schildern kann.
Ist der „Technikkram“ eingebaut und eingestellt, wird das ganze Haus bequem vom Keller bis zum Dach selbst von technischen Laien bedient. Gesteuert werden Heizung, Jalousien und Lichtstimmungen, die Klimaanlage wird ebenfalls per Touchscreen reguliert und der Pool im Außenbereich vorgeheizt.
[...]
September 2009 / Pamela Bartar
Den gesamten Artikel lesen Sie in der September-Ausgabe des pfm-Magazins.
© Telekom-Presse
|
|
Fotos: Fotocredit: Pamela Bartar
|
Telekom-Presseon |
|
|
Suchbegriffe: Wohnen 2.0: Smart, komfortabel und nichts für Heimwerker