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Credit: Pixelio
 

Die Anzahl der im Straßenverkehr verunglückten Personen geht seit Jahren stetig zurück. Mit dem neuen Verkehrssicherheitsprogramm 2020 will die ASFINAG die Straßen noch sicherer machen.

Die Unfallbilanz der vergangenen acht Jahre zeigt, dass sowohl die Anzahl der im Straßenverkehr Verletzten, als auch der Unfälle mit Personenschäden und Verunglückten stetig zurückgeht. Im Jahr 2009 kamen 76 Menschen auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen ums Leben, 2001 belief sich diese Zahl noch auf 179 Personen. Die ASFINAG hat sich zum Ziel gesetzt, die Anzahl der Verunglückten bis zum Jahr 2020 um 50 Prozent und die Unfallzahlen im Gesamten signifikant zu senken. Ein neuer Handlungskatalog soll die Rahmenbedingungen dafür schaffen: Das Verkehrssicherheitsprogramms 2020 beinhaltet130 Maßnahmen, die für mehr Sicherheit auf Autobahnen und Schnellstraßen sorgen sollen.

Handlungskatalog
Das Verkehrssicherheitsprogramm 2020 versteht sich als Handlungskatalog, der alle Aktivitäten der ASFINAG, die der Verkehrssicherheit dienen, kompakt zusammenfasst. Insgesamt wurden von der ASFINAG 130 Maßnahmen festgelegt, die in 13 thematische Bereiche eingeordnet sind. Das Verkehrssicherheitsprogramm 2020 basiert auf der Evaluierung und Analyse aller Unfälle. Neben der Art und der Schwere der Unfälle wurde auch deren Häufigkeit genau betrachtet, um daraus konkrete Maßnahmen ableiten zu können. „Es freut mich, dass mich die ASFINAG in der Umsetzung von Verkehrssicherheitsmaßnahmen so konkret und tatkräftig unterstützt. Ich bin davon überzeugt, dass mit diesem Verkehrssicherheitsprogramm 2020 ein wichtiger Schritt getan wurde, die Unfallzahlen am hochrangigen Netz noch weiter zu senken“, zeigt sich Bundesministerin Doris Bures überzeugt.

Unfallstatistik
Laut Unfallstatistik der ASFINAG wurden auf dem Autobahnen- und Schnellstraßennetz in den vergangenen vier Jahren durchschnittlich 2500 Unfälle, 3850 Verletzte und 100 Getötete verzeichnet. Dabei zeigt sich, dass die Häufigkeit der Unfallart keineswegs mit der Anzahl der Verunglückten korreliert. Mit 40 Prozent aller Unfälle sind Auffahrunfälle zwar sehr häufig, haben jedoch meist nur geringe Folgen. Hingegen treten Frontalkollisionen mit 0,8 Prozent sehr selten auf, sind allerdings auch mit einem höheren Todesrisiko behaftet. Die Hälfte der im Straßenverkehr Getöteten ist bei Unfällen zu verzeichnen, bei denen Fahrzeuge von der Straße abgekommen sind, diese Unfälle stellen etwa 38 Prozent dar. Bei Unfällen mit LKW-Beteiligung sind ein Drittel aller Getöteten zu beklagen, hier liegt der Prozentsatz am Gesamtunfallgeschehen derzeit bei rund 16 Prozent. Die Unfallursachen liegen laut ASFINAG häufig an menschlichem Versagen. Einen erheblichen Anteil an Unfällen mit Todesopfern haben nicht an die Fahrverhältnisse angepasste Fahrgeschwindigkeiten, das Nichtanschnallen, Übermüdung, Ablenkung  oder Alkohol am Steuer. 

Maßnahmen, die von der ASFINAG bereits in den vergangenen Jahren durchgeführt wurden, konnten in vielen Bereichen aber bereits zu einer Reduktion der Unfälle mit Getöteten beitragen. In den vergangenen zehn Jahren konnten zum Beispiel Baustellenunfälle von zwölf auf vier Prozent gesenkt werden. Ebenso konnten Kollisionen mit Mittelschienen durch eine Verbesserung dieser halbiert werden. Auch die Zahl der Getöteten bei Tunnelunfällen ist stetig zurückgegangen, die häufigsten Unfälle treten hier nach wie vor im Bereich der Tunnelportale auf. Prozentuell sehr selten sind Geisterfahrerunfälle. 2009 konnte ein Rückgang der Geisterfahrer-Meldungen um 21,5 Prozent auf 390 verzeichnet werden. Die meisten Todesopfer sind bei Alleinunfällen zu beklagen, Frontalkollisionen geschehen durchschnittlich zwei Mal pro Jahr. Die Unfallstatistik zeigt zudem, dass die Autobahnen und Schnellstraßen bereits jetzt sehr sicher sind, denn obwohl 40 Prozent der Verkehrsleistung auf den Autobahnen und Schnellstraßen erbracht werden, passieren nur fünf Prozent aller Unfälle am hochrangigen Netz.

Mehr Sicherheit bis 2020
„Wir machen Österreichs Autobahnen zu den sichersten Europas, das ist das Leitbild unseres Verkehrssicherheitsprogramms. Wir wollen, dass es in zehn Jahren um die Hälfte weniger an Unfällen mit Getöteten auf den österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßen gibt“, so Alois Schedl, Vorstandsdirektor der ASFINAG. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt die ASFINAG im Verkehrssicherheitsprogramm 2020 an drei Hebeln an. Zunächst wird an der Infrastruktur selbst gearbeitet. Mittels baulichen Verbesserungen wie zum Beispiel bei den Rumpelstreifen und Leitschienen soll für mehr Verkehrssicherheit gesorgt werden. Außerdem wird am Fahrzeuglenker angesetzt, indem durch laufende Öffentlichkeitsarbeit konkrete Tipps zur Vermeidung von Risiken und Gefahren im Straßenverkehr kommuniziert werden sollen. Auch dem Fahrzeug soll in Zukunft vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt werden. Mithilfe eines verstärkten Technikeinsatzes soll die direkte Kommunikation mit den Verkehrsmitteln und von Fahrzeug zu Fahrzeug gefördert werden. Durch den Ausbau der fahrzeugseitigen Verkehrstelematik soll zudem eine Kommunikationsschiene der Infrastruktur zum Automobil etabliert werden.

[…]

März 2010 / Claudia Thon

Den gesamten Artikel lesen Sie in der März-Ausgabe des pfm-Magazins.

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