Outsourcing geht neue Wege

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Outsourcing geht neue Wege

 
 

Die Krise macht erfinderisch. Kostendruck und Sparzwang bringen neue Modelle im Outsourcing für IT-Prozesse. Der Trend geht in Richtung Shared Services, Utility Computing, Smart Sourcing und "Software as a Service".

Outsourcing-Lösungen verfolgen vor allem ein Ziel: Die Senkung der Wertschöpfungstiefe. Übersetzt aus dem betriebswirtschaftlichen Kauderwelsch heißt das schlicht, dass der Einsatz von gebundenem Kapital durch die Auslagerung von Diensten mit planbaren, regelmäßigen Kosten ersetzt wird.

So funktioniert das klassische Outsourcing, das auf der Kostenseite des Auftraggebers allerdings immer noch ein fetter Brocken ist.

 

Noch sparsamere Modelle gesucht

In Krisenzeiten wie jetzt verlangt der Markt allerdings nach neuen Modellen, mit denen die Auslagerung von Sektoren über kurz oder lang durch noch sparsamere Bedarfsmodelle ersetzt wird. Überall müssen Unternehmen den Gürtel enger schnallen und an der Kostenschraube wird gedreht wie schon lange nicht mehr.

Die IT-Industrie, selbst unter Druck, reagiert und bietet verschiedene neuartige Outsourcing-Modelle an, denen gemeinsam ist, dass einerseits die Ressourcennutzung weiter vertieft wird und andererseits langfristige Outsourcing-Verträge durch kürzere, bedarfsorientierte, ersetzt werden. Der Hintergrund: Neben den Einsparungen wird damit auch eine bessere Risikoverteilung erreicht und der Rückzug auf die Kernkompetenzen intensiviert.

 

Utility Sourcing Service

Eines der daraus resultierenden neuen Outsourcing-Modelle ist das so genannte Dynamic Service, das von T-Systems angeboten wird. Dabei bemüht man sich vor allem um die optimale Auslastung von IT-Infrastrukturen. Eine statisch strukturierte IT in Unternehmen stößt vor allem bei neuen Aufgaben, wie zum Beispiel komplexeren Geschäftsmodellen, individualisierten Produktangeboten, neuen Abrechnungsmodellen und zunehmender unternehmensübergreifender Vernetzung an ihre Grenzen. Bei Änderungen muss diese aufwändig um notwendige Ressourcen erweitert werden – mit erheblichem Zeit- und Kostenaufwand für Implementierung, Wartung und Betrieb. Zeit für neue Themen bleibt auf Grund der wachsenden Betriebsaufgaben in der IT oft nicht. Darüber hinaus bindet die auf Maximallast ausgelegte IT signifikant Betriebskapital und ist dabei im Normalbetrieb nur bis zu 60 Prozent ausgelastet.

Mittels Dynamic Services können nun standardisierte und modularisierte IT-Services, die in einem Shared Services Center für Kunden on demand verfügbar sind, abgerufen, selbst konfiguriert und verwaltet werden. Das Resultat: Die Kosten sinken, sind überschaubar und transparent und die IT wird flexibler.

Dabei geht es sowohl um strategische Kostensenkungen als auch um langfristiges Wachstum sagen die Experten von führenden Outourcing-Anbietern. Die optimal arbeitenden IT-Organisationen investieren gerade einmal halb so viel in IT wie der Durchschnitt. Doch sie gehen strategisch vor und setzen bei ihren Investitionen klare Prioritäten. Betriebswirtschaftlich gesehen übernimmt der Outsourcer dabei einen Teil des Geschäftsrisikos seiner Kunden, verringert dieses aber durch eine breite Streuung.

 

Shared Services

Streuung beschreibt auch die Outsourcing-Modelle der Shared Services, die vor allem für große Unternehmen in Frage kommen. Nicht neu ist dabei die Idee, einzelne Backoffice-Funktionen des Unternehmens, etwa Lohnverrechnung, Human Resources, Einkauf und andere administrative Funktionen zusammen zu legen. Aktuell ist, diese in so genannten Shared Services Centern an weltweiten ganz wenigen Standorten zu bündeln und, wenn sie einmal im Sinne des Unternehmens zufriedenstellend laufen, diese am Ende in die Hände eines professionellen Outsourcers zu übergeben. So ist z.B. der niederländische Elektronikkonzern Philips verfahren und hat dabei nach eigener Aussage nicht nur erhebliche Kosten gespart, sondern auch die Leistungsfähigkeit der Dienste gesteigert. Ähnlich die Situation bei Shell, die gleich ihre Rechenzentren an T-Systems übergeben hat.

 

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April 2009 / Arno Maierbrugger

 

Den gesamten Artikel lesen Sie in der April-Ausgabe des pfm-Magazins.

 

 

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