Mobile Datenerfassung in der Hauskrankenpflege

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Mobile Datenerfassung in der Hauskrankenpflege

 

Für die Hauskrankenpflege stehen begrenzte Mittel zur Verfügung. Umso wichtiger ist ihr optimaler Einsatz. In Kärnten konnten die Kosten mit Technologie von Telekom Austria und mobilkom austria gesenkt werden.

Die mobilen Pflegedienste betreuen in Kärnten mit etwa 1100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund 5000 Klientinnen und Klienten und ermöglichen auf diese Weise, dass ältere Menschen so lange wie möglich zu Hause leben können. Um die Arbeit der mobilen Pflegedienste und die Abrechnung der Leistungen noch besser koordinieren, planen und abwickeln zu können, benötigte das Amt der Kärntner Landesregierung eine Möglichkeit die Leistungen der Pflegedienste elektronisch vor Ort zu erfassen.

Vor Projektbeginn wurden alle Leistungsdaten für die mobile Pflege händisch erfasst und einer Clearingstelle zur Weiterverarbeitung in den internen Abrechnungssystemen übergeben. Dieser Prozess war sehr zeit- und personalaufwändig. Darüber hinaus gab es keine aktuellen, detaillierten, anonymisierten statistischen Auswertungsmöglichkeiten, die die Landesregierung für die Steuerung und Weiterentwicklung benötigte.Deshalb suchte sie nach einem Outsourcing-Partner für die gesamte Datenerfassung, der sich um die Datenleitungen, das Mobilfunknetz, Rechenzentrum und IT-Applikationen kümmert.

Lösung mit PDA und RFID
Telekom Austria Business Solutions konnte gemeinsam mit mobilkom  austria die Ausschreibung der Kärntner Landesregierung für sich entscheiden und bietet der Landesregierung alle Leistungen aus einer Hand. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegedienste werden mit einem mobilen Datenerfassungsgerät (PDA) ausgestattet. Damit erfassen sie die Einsatzzeiten und die Leistungen bei den Klientinnen und Klienten. Jeder Einsatz wird von der Klientin oder dem Klienten vor Ort elektronisch autorisiert. Für diese Autorisierung besitzt er oder sie eine RFID-Etikette, auf der die SV-Nummer und der Name gespeichert sind.

Für den Fall, dass die mobile Datenverbindung nicht verfügbar ist, wurde am Erfassungsgerät ein Programm installiert, das eine lückenlose Erfassung der Einsatzdaten auch ohne ständige Verbindung zum WAN (Wide Area Network) gewährleistet. Die Daten werden im Erfassungsgerät zwischengespeichert und bei der nächsten Verfügbarkeit einer mobilen Datenverbindung automatisch über ein Mobilfunknetz an das Rechenzentrum überspielt.

Auf dem PDA ist das Leistungsverzeichnis der Vereine abgespeichert. Die Pflege-Vereine können jederzeit den abgearbeiteten Tagesplan der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abrufen.

Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter ist ebenfalls mit einer RFID-Etikette ausgestattet, auf der die SV-Nummer, der Name, die Qualifikation und das Vereinszertifikat gespeichert sind. Die Qualifikation wird als Filter für den Leistungskatalog verwendet. Durch das Anmelden am Erfassungsgerät wird das Vereinszertifikat übernommen und gespeichert.

Jede Anmeldung durch die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter wird serverseitig protokolliert und dem Erfassungsgerät ein Vereinslogo als Hintergrundbild gesendet, wodurch am Gerät sofort ersichtlich ist, mit welchem Verein die Daten ausgetauscht werden. Damit ist sichergestellt, dass Daten nur auf den jeweiligen Vereinsservern gespeichert werden. Die Datenübertragung mittels Mobilfunk ist ebenfalls sicher, da die Übertragung selbstverständlich verschlüsselt stattfindet.

MOCA für unterwegs
MOCA steht für Mobile Care. Es integriert die mobilen Mitarbeiter der Hauskrankenpflege nahtlos in die internen Unternehmensprozesse. Entwickelt wurde Moca vom A1 Solutions Partner ilogs mobile software, führender Spezialist in der Entwicklung und Einführung von Anwendungen auf Basis von mobilen Endgeräten, wie Smartphones, PDAs oder Laptops mit Mobilfunk. Schwerpunkt des Unternehmens ist die Mobilisierung von Geschäftsprozessen, die mobile Zeit- und Leistungserfassung, GPS Tracking sowie Auftragsmanagement via Push Technologie.

Die Verlagsserie "Mobile Lösungen" wird in Kooperation mit  mobilkom austria gestaltet.

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Juni  2009

Den gesamten Artikel lesen Sie in der Juni-Ausgabe des pfm-Magazins.

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