Kommunikation aus einem Guss

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Kommunikation aus einem Guss

 
 

Unternehmen wünschen sich zwar eine effizientere Kommunikation, scheuen aber vor Unified Communications, also einer einheitlichen Plattform für die Kommunikation, zurück. Viele Unternehmen wissen heute mit dem Begriff so gar nichts anzufangen.

Unified Communications (UC) hat das Ziel, die heute noch übliche Vielzahl von Endgeräten und Kommunikationskanälen unter einer gemeinsamen Benutzeroberfläche zusammenzufassen, um damit die Effizienz in den Geschäfts- und Kommunikationsprozessen zu steigern. Wie viele Unternehmen, in denen aktuell UC-Projekte stattfinden, schmerzhaft erfahren müssen, ist die erfolgreiche Umsetzung nicht ganz trivial. Es kommt auf das Zusammenspiel von Organisation, Technologie und Mitarbeiterakzeptanz an. Der Alltag in Unternehmen ist heute durch eine heterogene Kommunikationslandschaft geprägt, die unter anderem aus Festnetz, Handy, Smartphone, PDA, Fax, E-Mail, Instant Messaging oder Videokonferenzen besteht. Mitarbeiter nutzen diese Kommunikationsmedien nicht nur im Büro, sondern auch mobil sowie im Home Office. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass die Komplexität, die sich aus den unterschiedlichen Infrastrukturen, Endgeräten sowie Anwendungen ergibt, zu Lasten der Effizienz gehen kann. Hersteller wie zum Beispiel Alcatel-Lucent, Avaya, Cisco, IBM, Microsoft, Nortel oder Siemens haben sich daher längst unter dem Stichwort Unified Communications die Integration der verschiedenen Kommunikationsmedien in einer einheitlichen Anwendungsumgebung zur Aufgabe gemacht.

 

Moderne UC-Lösungen geben diesen verschiedenen Kommunikationswegen aber nicht nur eine einheitliche Bedienoberfläche, sondern fassen die Informationen auch auf einer gemeinsamen IP-Plattform zusammen, um die Voraussetzung für Datenverfügbarkeit und -sicherheit zu schaffen. Dadurch wird Collaboration, also die virtuelle Zusammenarbeit von Mitarbeitern, möglich, die Unternehmen die Chance für neue Synergien sowie erhöhte Produktivität bietet. Folgende Merkmale gehören zum guten Ton: IP-Telefonie, Web-Konferenzen, Instant Messaging, Präsenz-Management, Personal Information Management und Kalender sowie die Integration in Unternehmensanwendungen.

 

Mittelstand zieht nach

UC-Systeme sind jedoch keineswegs neue Erfindungen, sondern schon seit Jahren am Markt erhältlich. Während UC-Lösungen in Großunternehmen bereits recht häufig eingesetzt werden, spielen sie in kleinen und mittelständischen Unternehmen kaum eine Rolle. Eine von E-Commerce Center Handel (ECC) in Auftrag von Cisco betriebene Umfrage brachte ans Licht, dass nur 31 von 250 befragten Unternehmen ein solches Collaboration-Tool nutzen. Nur weitere zehn Prozent gaben an, die Einführung eines UC-Systems in Kürze zu planen oder umzusetzen. Der Rest der interviewten Betriebe lehnt eine Anschaffung und Implementierung wegen zu hoher Kosten und fehlender technischer Voraussetzungen ab.

 

Die ECC-Stichprobe ergab dabei, dass Anwender von UC-Plattformen überwiegend Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern sind, während kleinere und Kleinstbetriebe die Einführung von UC-Tools nicht auf der Agenda haben. Schlimmer noch: Fast 50 Prozent der Befragten konnten mit dem Begriff „Unified Communications“ überhaupt nichts anfangen, und 29 Prozent hatten nur eine vage Vorstellung davon. Lediglich 21,5 Prozent wussten über die Bedeutung und Funktionalität Bescheid. Auch in mittelständischen Unternehmen kommt einer effizienteren Kommunikation also eine immer größere Bedeutung zu, um wichtige strategische Ziele zu erreichen. Dazu kann eine intelligente Zusammenführung der Kommunikationskanäle vonnöten sein, die es Mitarbeitern ermöglicht, auf einen Blick festzustellen, welche Anforderungen gerade an sie gestellt werden.

 

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April  2009 / Klaus Lackner

 

Den gesamten Artikel lesen Sie in der April-Ausgabe des pfm-Magazins.

 

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