Komfort im Gelände

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Komfort im Gelände

 

Der Discovery ist ein Land Rover, also sowohl ein Geländefahrzeug als auch eine Limousine mit deren Komfort und - britischem - Flair.

Echte Geländepuristen besteigen grundsätzlich nichts anderes als den handgefertigten Defender und verachten zutiefst alle Arten von Komfort. Wer diesen aber schätzt und auf absolute Geländetauglichkeit Wert legt, der ist beim Discovery 3 bestens aufgehoben. Der überhaupt so eine Art eierlegende Wollmilchsau ist - denn dank zweier ausklappbarer Sitze im Kofferraum, lässt er sich auch mit wenigen Handgriffen zum Kleinbus umfunktionieren und bietet sieben Erwachsenen Platz. Dank des hohen und sehr geraden Hecks, haben nämlich in der dritten Reihe auch durchaus groß gewachsene Erwachsene noch ausreichend Bein- und Kopffreiheit.
Schon der permanente Allradantrieb, eine Wattiefe von 70 Zentimetern und kurze Überhänge vorne und hinten weisen auf die Geländetauglichkeit hin. Dazu kommt das Terrain Response System, das optimale Perfomance bei Schnee oder Gras, Sand, Schlamm und Spurrillen oder felsigen Untergrund bietet. Wo man auf nassem Gras steil bergauf hängen bleibt - sobald die richtige Stellung der Terrain Response gewählt ist, geht es wieder weiter. Selbst bergab ermöglicht das System dank Bergabfahrhilfe sicheres Fahren. „Es ist diese Kombination von absoluter Geländetauglichkeit und hohem Komfort, die unsere Kunden am Land Rover so schätzen“, sagt Auto Stahl Geschäftsführer Gernot Keusch. Unter den Käufern findet sich daher auch ein sehr hoher Anteil an Jägern, aber auch an Freiberuflern und Selbständigen, denen auch die Freiheit von der Straße ein wichtiger Wert ist.

Wie sehr der Discovery als Offroader konzipiert ist, zeigt auch das Navigationssystem: Es gibt einen eigenen Geländemodus, wo man sich etwa an Höhenschichtlinien orientieren kann und bei dem das Navi nicht ständig die Rückkehr auf digitalisiertes Gebiet verlangt. Schade nur, dass Land Rover genau wie Jaguar bei der Aktualisierung seines Kartenmaterials weit billigeren Geräten um Jahre hinterherhinkt.

Hoher Komfort
Die Ausstattungsvariante mit Luftfederung bietet einerseits mehr Komfort und andererseits mehr Geländetauglichkeit. Die Bodenfreiheit lässt sich damit im Offroad-Modus von 185 auf 240 Millimeter erhöhen und zum bequemeren Aussteigen und Beladen um 50 Millimeter absenken. Im Gelände ist damit auch ein besserer Niveauausgleich möglich. Die gehobenen Ausstattungsvarianten, insbesondere die des HSE, bieten sehr britisches Feeling im Inneren. Drei gepflegte Ledervarianten schaffen eine wohnliche Atmosphäre in der man den Ausblick genießen kann. Die Sitzposition ist jedenfalls höher als bei jedem anderen PKW oder SUV und die Verglasung über jeder Sitzreihe ermöglicht auch den Blick nach oben.

Vom Feinsten ist auch die verfügbare Multimediaausstattung. Kinder sind ganz wild auf die separat ansteuerbaren TV/DVD-Schirme in den Rücklehnen der Vordersitze und jedem Kind kann sein eigenes Programm mit eigenen Kopfhörern geboten werden.
Der Gepäckraum mit ebener Ladefläche ist mit 1192 Litern, beziehungsweise als Zweisitzer mit 2558 Litern sehr üppig dimensioniert. Golfbags, erlegte Rehe oder jede Menge Gepäck finden locker Platz. Der untere Teil der zweiteiligen Heckklappe dient auch als Picknicktisch oder als Standort bei der Fotosafari.

Beste Fahreigenschaften
Der Discovery kommt je nach Ausstattung auf satte 2,5 bis 2,7 Tonnen Leergewicht. Und diese wollen erst bewegt werden. Das Triebwerk der Wahl ist der bewährte 2,7 Liter V6 Diesel, der im Discovery 190 PS Leistung und 440 Nm Drehmoment erbringt. Wahlweise gibt es Automatik oder Schaltgetriebe. Dank hohem Gewicht und großer Stirnfläche kommt man auf eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Im Test erzielten wir bei zwei Drittel Autobahn, Rest Landstraße mit einem geringen Geländeanteil einen erfreulich niedrigen Verbrauch von 9,5 Litern auf 100 km. In der Stadt steigt der Verbrauch natürlich beliebig an, da noch keine automatische Start/Stop-Funktion vorhanden ist. Auch bei höheren Geschwindigkeiten geht der Verbrauch rapide in die Höhe. Aber wer die Welt von oben sieht, will sich ohnehin nicht hetzen.

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November  2008 / Peter F.Mayer

Den gesamten Artikel lesen Sie in der November-Ausgabe des pfm-Magazins.

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