Klima- und Energiefonds, Förderung

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Förderungen für den Klimaschutz

 
Credit: Pixelio
 

Der Klima- und Energiefonds vergibt heuer wieder Förderungen in der Höhe von 150 Millionen Euro. Investitionen sind dringend notwendig, denn es ist „Kyoto-Halbzeit“.

Klimaschutz und energieeffiziente Technologien sind nach wie vor das Gebot der Stunde. In Österreich verfolgt der Klima- und Energiefonds den Auftrag, Sofortmaßnahmen zu setzen, die in der Kyoto-Periode wirken, sowie die von der EU vorgegebenen 2020-Ziele zu unterstützen.

Mit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls 1997 verpflichtete sich Österreich zu einer 13-prozentigen Reduktion seiner Treibhausgas-Emissionen im Zeitraum 2008 bis 2012 gegenüber 1990. Im vergangenen Herbst musste unser Land jedoch im Rahmen eines EU-Berichts zugeben, dieses Ziel als einziger Staat der ehemaligen EU-15 nicht erreichen zu können. Bereits bis 2007 erhöhten sich die Emissionen gegenüber 1990 um 11,4 Prozent. Im Rahmen der 2020-Ziele hat die Europäische Union zudem eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen um 20 Prozent beschlossen und für Österreich eine spezifische Zielquote von 34 Prozent für erneuerbare Energien festgeschrieben. Die EU und wissenschaftliche Einrichtungen wie der Weltklimarat gehen davon aus, dass die Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um mindestens 80 Prozent reduziert werden müssen, um die Klimaveränderung auf zwei Grad Celsius zu beschränken.

Mit seinem Förderprogramm will der Klima- und Energiefonds auch heuer im Jahr der Kyoto-Halbzeit verstärkt gezielte Anreize setzen und für einen aktiven Klimaschutz in Österreich sorgen. Dafür stellen das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie sowie das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft 150 Millionen Euro Fördervolumen bereit. Angesichts der ambitionierten Ziele und des dringenden Handlungsbedarfs scheint diese Fördersumme jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Kyoto-Stein zu sein. Dennoch machten Bundesministerin Doris Bures und Bundesminister Niki Berlakovich bei der Präsentation des Jahresprogrammes auf die Notwendigkeit des 2007 gegründeten Fonds für Österreich aufmerksam. 

Grüne Investitionen
Das Jahresprogramm für 2010 setzt sich aus den drei Schwerpunkten Forschung, Verkehr und Marktdurchdringung zusammen. Neben dem Klimaschutz ist auch die Vernetzung von Wissenschaft und Industrie ein Ziel des Förderprogrammes. Bundesministerin Bures über den Fonds: „Wir haben in die Energieforschung auch dank des Klima- und Energiefonds mehr investieren können, als in den letzten Jahren. Wir haben die Investitionen im Jahr 2009 gegenüber dem Jahr 2007 verdoppelt. Die finanzielle Entwicklung wird sich in Zukunft schwieriger gestalten, aber es ist unser Ziel diese wichtigen Investitionen, soweit das möglich ist, auch in Zukunft voranzutreiben, weil es gut investiertes Geld ist. Gut investiertes Geld, weil es in der Regel noch mehr auslöst. Investitionen von rund 70 Millionen Euro lösen ein Volumen von 200 bis 250 Millionen Euro insgesamt in den Projekten aus. Wir liegen hier auch im europäischen Schnitt sehr gut. Diese Fördermittel liegen um 50 Prozent höher als im EU-15-Durchschnitt.“

Neben den positiven Auswirkungen auf die Umwelt zielt der Klimafonds auch auf die Förderung von Green Jobs ab. Besonders ÖVP-Umweltminister Niki Berlakovich macht sich aktuell verstärkt für das Potenzial von grünen Arbeitsplätzen stark. „Wir brauchen im Klima- und Energiebereich eine Trendwende, um unsere internationalen und nationalen Verpflichtungen auch zu erreichen. Das Ziel des Klima- und Energiefonds ist es unter anderem klimafreundlichen Umwelt- und Energietechnologien zur Marktdurchdringung zu verhelfen. Unsere Aufgabenstellungen für die Zukunft sind zum einen den Energieverbrauch zu reduzieren, erneuerbare Energieträger auszubauen und gleichzeitig auch Treibhausgase zu reduzieren und das schöne dabei ist, dass neue Arbeitsplätze dadurch entstehen. Green Jobs, die Österreich neu positionieren“, so der Minister bei der Präsentation des Jahresprogrammes. 

Förderjahr 2010
Bereits vergangenes Jahr wurden entlang von 15 Förderprogrammen insgesamt 2700 Projekte unterstützt. „Das Jahresprogramm 2010 baut ganz konkret auf den Erfahrungen der Ausschreibungen der letzten Jahre auf und entwickelt die Schwerpunkte sehr konsequent weiter, gibt einerseits starke Impulse für die Entwicklung von Innovationen, zum Beispiel in der Energieforschung und andererseits auch in der Gestaltung von Modellen in der Zukunft“, erklärt Ingmar Höbarth, neben Theresia Vogel Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds.      

Für den Bereich „Forschung“ werden heuer knapp 40,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen, was einem Prozentsatz von 27 Prozent am Gesamtbudget entspricht. Für den Schwerpunkt „Verkehr“ stehen mit 38 Prozent Mittel in der Höhe von 56,5 Millionen Euro bereit, für den Bereich „Marktdurchdringung“ werden 34 Prozent des Gesamtbudgets einberechnet, was einer Fördersumme von 51 Millionen Euro entspricht.

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Mai 2010 / Claudia Thon

Den gesamten Artikel lesen Sie in der Mai-Ausgabe des pfm-Magazins.

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