Energieforschung, Revolution, Rat, Forschung, Technologieentwicklung, Interview, Rotner

Samsung Galaxy S3 - kaufen oder nicht kaufen, das ist die Frage [Video]   Facebook Aktie startet holprig   Sony präsentiert NEX-F3 – die Kamera mit eingebautem Foto-Assistenten   Project Majel: Ist Googles Knowledge Graph ein weiteres Puzzleteil für den Google Assistant?   Abhängig von Apple: Samsung verliert Bestellung an Elpida und möchte Aktionäre besänftigen

Energieforschungsrevolution benötigt

 
Fotocredit: SXC
 

Laut dem Rat für Forschung und Technologieentwicklung braucht es in Österreich eine Energieforschungsrevolution. Die Energieforschungsstrategie des Rats soll als Basis dienen.

(Wien, 20.09.2010) Energieeffizienz und erneuerbare Energien gehören zu der aktuellen Energiedebatte wie das Amen zum Gebet. Nicht nur Katastrophen wie das Ölleck im Golf von Mexiko, sondern auch internationale Warnungen vor steigenden Ölpreisen lassen den Ruf nach erneuerbaren Energien lauter werden. Die Internationale Energieagentur (IEA) verlautbarte auf ihrem World Energy Outlook 2008, dass sie erstmals nicht mit einem langfristigen Rückgang der Ölpreise rechne. Im Gegenteil wird von 2008 bis 2020 mit einem durchschnittlichen Anstieg auf 100 Dollar pro Barrel gerechnet. Zudem haben viele der wichtigsten Ölfelder mittlerweile ein kritisches Alter erreicht – ihre Produktion sinkt im Mittel um 6,7 Prozent pro Jahr. Kein Wunder also, dass der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE) die international führende Rolle Österreichs im Bereich nachhaltiger Energiesysteme und die fast vollständige Deckung des Energiebedarfs mit erneuerbaren Energien als langfristiges Ziel für die soeben veröffentlichte Energieforschungsstrategie nennt.

Gemeinsame Strategie
An der Energieforschungsstrategie des RFTE wurde zwei Jahre gefeilt. Nach der Entwicklung eines Expertenpapiers wurde im Frühjahr eine Online-Diskussion gestartet, die zu mehr als 850 Kommentaren und zu 5000 Abstimmungen führte. Nach Ansicht des Rats braucht es aufgrund der aktuellen Entwicklungen nun eine Energieforschungsrevolution. „Die Bedrohung durch den Klimawandel und die Verknappung der fossilen Ressourcen verlangen nachhaltige Veränderungen in unserem Energiesystem. Sowohl in der Forschung als auch bei der geforderten Entwicklung neuer Technologien und dem damit verbundenen Einfluss auf unsere Gesellschaft sind daher keine halbherzigen Lösungen verlangt, sondern eine Jahrhundertanstrengung“, betont Ratsmitglied Jürgen Stockmar. „Um diese wirklich dramatische Herausforderungen zu bestehen, sollte Österreichs Energieforschung in die Lage versetzt werden, auf europäischem und internationalem Spitzenniveau zu forschen.“

Handlungsebenen
Um das Potenzial einer erfolgreichen Energieforschungsstrategie ausschöpfen zu können, benötigt es laut RFTE Anstrengungen auf sechs unterschiedlichen Handlungsebenen. Zunächst müssen auf Ebene der nationalen Forschungsförderung die Investitionen angehoben werden, um eine gesicherte Energieversorgung zu gewährleisten. Dazu benötigt es die Entwicklung von klaren Strukturen und das Setzen von Forschungsschwerpunkten um zu einer zielorientierten Forschung zu gelangen. Auf der Handlungsebene der Humanressourcen ist auch einiges zu tun und der Rat fordert geeignete Maßnahmen um mehr Menschen zu einem Technikstudium zu bewegen. Wichtig für eine erfolgreiche Energieforschung sind zudem die Stärkung der Forschungsinfrastruktur und die Stärkung von internationalen Kooperationen. Auch ein innovationsförderndes Umfeld gilt laut dem Rat als Voraussetzung für den angestrebten Wandel innerhalb der Energieversorgung der Zukunft. Alle einzelnen Maßnahmen sollten zudem durch flexible, strategische Steuerungsprozesse gefördert und durch zweckoptimiertes Monitoring unterstützt werden.     

Der Rat empfiehlt
Auf Basis der Handlungsebenen empfiehlt der Rat insgesamt 26 Maßnahmen, die der Bundesregierung übermittelt werden. Zunächst fordert der Rat eine Steigerung des Energieforschungsbudgets auf mindestens 150 Millionen Euro bis 2013 – im vergangenen Jahr wurden in diesem Bereich lediglich 87 Millionen Euro von der öffentlichen Hand aufgebracht. Zudem empfiehlt der Rat die Erstellung eines langfristigen Budgetierungsplans und das Setzen von Forschungsschwerpunkten, die inhaltlich mit europäischen Prioritäten abgestimmt werden sollten. Als Forschungsthemen mit hohem Potenzial bezeichnet der Rat unter anderem energieeffiziente Gebäude und Endverbrauchstechnologien, Life Cycle Analysen, Smart Grids oder biogene Brenn- und Treibstoffe. Das Förderportfolio muss außerdem von der Grundlagenforschung bis zur Marktüberleitung reichen und vor allem die Schnittpunkte zur industriellen Übernahme überbrücken. Um die Humanressourcen zu stärken ruft der Rat zu gezielten Informationsmaßnahmen auf und empfiehlt vor allem die Nachwuchsförderung in den Bereichen Energie, Nachhaltigkeit und Technik sowie eine Ausweitung der Weiterbildungsangebote.

In Puncto Forschungsinfrastruktur fordert das Gremium bis 2012 die Entwicklung eines Energieforschungsinfrastruktur-Masterplans und Fördermaßnahmen zum längerfristigen Kompetenzaufbau in Form von Kompetenz-Labs. Bei der internationalen Zusammenarbeit werden eine klare Strategie und eine Optimierung mit europäischen Initiativen angeregt. Eine ausreichende Budgetierung bei ERA-NET und eine optimale Abstimmung mit dem SET-Plan müssen stattfinden. Neben dem Ausbau von bi- und multilateralen Kooperationen ruft der Rat zum Ausbau der IEA-Forschungskooperationen auf.
In Sachen Umfeld erachtet der Rat eine regelmäßige Analyse sämtlicher für Energieinnovationen relevanten Politikbereiche für notwendig. Zudem müssen langfristige Zielvorgaben für erneuerbare Energieträger und Energieeffizienz geschaffen werden. Bei der öffentlichen Beschaffung sollte anstatt auf das Billigstbieter-Prinzip auf ein Innovationsförderungs-Prinzip gesetzt werden. Bei der Evaluierung gesetzter Maßnahmen empfiehlt der Rat den Einsatz von verstärktem Wirkungscontrolling. Innerhalb der Energieforschung müssen zudem die Weiterführung und der Ausbau von regelmäßigen Innovationsmonitorings erfolgen.      

[...]

September 2010 / Claudia Thon

Den gesamten Artikel lesen Sie in der September-Ausgabe des pfm-Magazins.

Mehr zum Thema

( )
Reaktionen auf diesen Artikel

Es wurden noch keine Reaktionen in diesem Forum eingegeben.
Facebook: Größter IT-Börsengang der Geschichte   Hinweise auf iPhone 5 im Original Steve Jobs Design mehren sich   Schon 9 Millionen Galaxy S3 vorbestellt   Apple zensuriert das Wort Jailbreak nun doch nicht mehr   Schemer: Google startet interaktive Empfehlungs-App für iOS und Android
Facebook: Größter IT-Börsengang der Geschichte   iPhone 5: Großbestellung bestätigt Apples Pläne für ein größeres Display   Forbes kürt Steve Ballmer zum schlechtesten CEO der USA   Samsung Galaxy S3: O2, T-Mobile und Vodafone bieten es an-aber wer zu welchem Preis?   Kommt das iPad Mini mit ultradünnem Display?

 
Fotos: Fotocredit: SXC
Energieforschung, Revolution, Rat, Forschung, Technologieentwicklung, Interview, RotnerEnergieforschung, Revolution, Rat, Forschung, Technologieentwicklung, Interview, RotnerEnergieforschung, Revolution, Rat, Forschung, Technologieentwicklung, Interview, Rotner
Telekom-Presseon
Meinung  •  E-Book  •  Abo  •  Mediadaten
Energieforschung, Revolution, Rat, Forschung, Technologieentwicklung, Interview, Rotner
Energieforschung, Revolution, Rat, Forschung, Technologieentwicklung, Interview, Rotner Energieforschung, Revolution, Rat, Forschung, Technologieentwicklung, Interview, Rotner
Partner
Energieforschung, Revolution, Rat, Forschung, Technologieentwicklung, Interview, Rotner
Energieforschung, Revolution, Rat, Forschung, Technologieentwicklung, Interview, Rotner
Energieforschung, Revolution, Rat, Forschung, Technologieentwicklung, Interview, Rotner
Energieforschung, Revolution, Rat, Forschung, Technologieentwicklung, Interview, Rotner
Energieforschung, Revolution, Rat, Forschung, Technologieentwicklung, Interview, Rotner
Energieforschung, Revolution, Rat, Forschung, Technologieentwicklung, Interview, Rotner
Energieforschung, Revolution, Rat, Forschung, Technologieentwicklung, Interview, Rotner
Energieforschung, Revolution, Rat, Forschung, Technologieentwicklung, Interview, Rotner
Google Suche
Weitere Artikel

Suchbegriffe: Energieforschung, Revolution, Rat, Forschung, Technologieentwicklung, Interview, Rotner