Die Post kommt digital

Spielereien in Googles neuem Chrome für Android entdeckt   Pinterest passt Links an und verdient damit Geld   Lady Gaga gründet eigenes soziales Netzwerk   Nikon D800 und D800E: Spiegelreflexkameras für Detailverliebte   David Martin ist neuer Rapporteur für ACTA im EU-Parlament

Die Post kommt digital

 
Credit: Österreichische Post AG, Scanpoint
 

Ein Unternehmen, das 6000 Briefe täglich erhält, braucht entweder viele Helferlein oder bedient sich eines ausgefeilteren Systems: dem digitalen Empfang der Poststücke.

Stellen Sie sich vor, Sie müssen die Post, die in Papierform zu Ihnen kommt, nicht mehr selbst bearbeiten, sondern diese wird eingescannt und landet in digitaler Form auf Ihrem Computer. Wenn täglich mehrere tausend Briefe eintrudeln, macht dies
allemal Sinn. Mit einer entsprechenden Software, einer sogenannten intelligenten Dokumenten-Digitalisierung, kann eine beträchtliche Anzahl von Briefen innerhalb kürzester Zeit digitalisiert werden. So geschieht dies beispielsweise bei der Uniqa Versicherungsgruppe, die täglich über 6000 Briefe und Sendungen erhält, die innerhalb des Unternehmens ihren Adressaten finden müssen.

Die Scanpoint AG
Um dem Papierfluss Herr zu werden, bedient man sich einer Lösung der Firma Scanpoint; einer hundertprozentigen Tochterfirma der Österreichischen Post AG. Seit dem vergangenen Jahr werden alle Sendungen an die Uniqa in den sechs Briefzentren der Post digitalisiert und weitervermittelt. Die Briefe werden dabei auch sofort in die jeweiligen Themenbereiche gegliedert. Die Vorteile der Digitalisierung liegen auf der Hand: Ein rascher, ortsunabhängiger Zugriff wird gewährleistet und dank der Kategorisierung ist das  Wiederauffinden der Daten ein Kinderspiel. Einfach ist eine solche Umstellung freilich nicht: So hat man vor der Digitalisierung der Briefe jeden Monat über 100.000 Sendungen manuell bearbeitet und zugeordnet, damit das System "mitlernen" konnte.

Reduzierter Aufwand
Karl Unger, Vorstand der Uniqa AG, über die Dokumenten-Digitalisierung: "Die elektronische Verarbeitung minimiert den administrativen Aufwand erheblich. Die Frage nach dem Einsparungspotenzial ergibt sich zudem durch die transparenten Prozesse, aber auch durch die rasche Verfügbarkeit der Daten." Dadurch könne schneller  auf Anfragen reagiert werden. Die erhaltenen Poststücke waren vor der Umstellung nicht nur aufwändig zu bearbeiten, sondern haben auch eine gehörige Menge an Platz eingenommen. Auch das Gewicht der Sendungen, welches jährlich an die 46.000 Kilogramm beträgt, stellte eine Belastung dar. Es bedeutet natürlich eine erhebliche Erleichterung, diese Last nicht mehr physisch transportieren zu müssen. "Heute sind es zwar auch nicht weniger Poststücke, aber eben elektronische, die in Summe an die 375 Gigabyte ausmachen und zu jeder Zeit dort verfügbar sind, wo die Informationen benötigt werden", so Unger. Ein entscheidender Faktor sei auch gewesen, die regionale Präsenz auszubauen: Vor der Einführung des Systems seien an die 40 Prozent der Poststücke innerhalb des Unternehmens unterwegs gewesen. Mittlerweile muss niemand mehr darauf warten, dass ein Schriftstück in Papierform eintrifft.

BKA: Teilvorgänge digitalisiert
Auch beim Bundeskriminalamt wird die Post digitalisiert aufbereitet. Zwar wurden noch nicht alle Vorgänge komplett digital umgestellt, man ist jedoch bemüht, auch die letzten Schritte vollständig zu generieren, wie Roland Ledinger, Leiter der IT-Abteilung des Bundeskanzleramtes, angibt. "Wir wollen nur mehr einen elektronischen Kanal hinein und hinaus haben und uns um den Papieraufwand nicht mehr kümmern müssen. Ausgehende Poststücke werden bereits eingescannt und digitalisiert; hereinkommende Stücke aber noch intern auf dem normalen Weg abgewickelt. Evaluiert wird derzeit die Kosten-Nutzen-Rechnung. „Wenn sich diese positiv zeigt, werden wir unsere komplette Postabwicklung an die Scanpoint AG abgeben," meint Ledinger.

[…]

Februar 2010 / Vera Bauer

Den gesamten Artikel lesen Sie in der Februar-Ausgabe des pfm-Magazins.

Mehr zum Thema.

( )

Reaktionen auf diesen Artikel

Es wurden noch keine Reaktionen in diesem Forum eingegeben.

 
Fotos: Credit: Österreichische Post AG, Scanpoint
Die Post kommt digitalDie Post kommt digitalDie Post kommt digital
Telekom-Presseon
Meinung  •  E-Book  •  Abo  •  Mediadaten
Die Post kommt digital
Die Post kommt digital Die Post kommt digital
Partner
Die Post kommt digital
Die Post kommt digital
Die Post kommt digital
Die Post kommt digital
Die Post kommt digital
Die Post kommt digital
Die Post kommt digital
Die Post kommt digital
Suche
Die Post kommt digital Die Post kommt digital
Google Suche
Weitere Artikel

Suchbegriffe: Die Post kommt digital